Es gibt viele schwule Männer, die beschnittene Schwänze einfach schöner finden, als solche mit einer langen Vorhaut.

Wahrscheinlich macht sich hier auch der stilbildende Einfluss der Pornoindustrie bemerkbar: Die anregenden Filmproduktionen vermitteln häufig das Ideal der "Vorhaut-freien-Zone". Was nicht besonders verwundert, kommen doch die beliebtesten Darsteller und Produktionsfirmen aus Übersee, wo 85% der Männer beschnitten sind. Gemessen an solchen Zahlen ist Deutschland noch ein beschneidungstechnisches Entwicklungsland. Nach optimistischen Schätzungen tragen maximal 6% der Männer in der Bundesrepublik "unten ohne". Jedoch: Tendenz steigend! Gerade bei Schwulen und Jüngeren wächst die Bereitschaft sich der 75cm2 großen Hautfalte aus ästhetischen Gründen zu entledigen. Doch nicht immer fällt die "letzte Hülle" ganz freiwillig. Eine von 100 Beschneidungen erfolgt aus medizinischer Notwendigkeit: Denn manchmal ist die "Schutzhülle" um die Eichel schlichtweg zu eng. Bei der Vorhautverengung (Phimose) lassen sich grundsätzlich zwei Arten unterscheiden. Neben einer vollständigen (selbst beim schlaffen Schwanz lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel zurückschieben), gibt es die sogenannte relative Phimose, bei der die Vorhaut klemmt, wenn der Schwanz steht. Bei der relativen Form (auch Paraphimose genannt) wird bei einer Erektion die Eichel durch die zurückgeschobene, zu enge Vorhaut quasi "stranguliert". Der Würgegriff um die Eichel kann dabei sogar so eng werden, dass die Blutversorgung abgeschnürt ist. Ein schmerzhafter Zustand der eher an Folter als an Freuden denken lässt. Nicht von ungefähr bezeichnet daher der Begriff "Spanischer Kragen" sowohl ein Folterinstrument aus Zeiten der Inquisition als auch -umgangssprachlich- die Paraphimose. Um die Eichel aus ihrer misslichen und gefährlichen (-im schlimmsten Fall droht durch die mangelnde Blutversorgung ein Absterben Notlage zu befreien empfiehlt sich als Soforthilfe folgendes:
Durch behutsames Zusammenpressen der Eichel kann man versuchen das Blut in den Penisschaft zurück zu drücken, um die Vorhaut wieder über die Eichel schieben zu können. Dabei ist Eile geboten. Denn im schlimmsten Fall droht ein Absterben (Nekrose) der Eichel.

Die ständige Überdehnung der Vorhaut bei einer Phimose führt nicht selten zu blutenden Einrissen, die nur schwer verheilen. Solche Verletzungen bilden für HIV und die Erreger sexueller Infektionen zusätzliche Eintrittspforten. Unangenehmerweise schrumpft durch die Narbenbildung beim Abheilen solcher Einrisse die Vorhaut noch weiter. Ein Teufelskreislauf, der nur durch einen medizinischen Eingriff zu durchbrechen ist. Für Männer, die an ihrer Vorhaut hängen, gibt es als Alternative zur der kompletten Beschneidung (Zirkumzision), auch die Möglichkeiten der dorsalen Erweiterungsplastik und die der Aufweitungsplastik. Durch eine spezielle Schnittführung und Nahttechnik wird hierbei die Vorhaut erweitert und bleibt weitestgehend erhalten.
Sowohl bei der vollständigen, als auch bei der relativen Phimose kommt es meist zu erheblichen Problemen in bezug auf die Hygiene. Die unter der Vorhaut "gefangenen" Rückstände von Talg, abgestoßenen Hautschüppchen und Urin verklumpen zu gelblich weißem Smegma, das kaum zu entfernen ist. Ein idealer Nährboden für Krankheitskeime, die zu häufigen Entzündungen der Eichel führen und die langfristig sogar Krebs verursachen können. Ein -sei es nun aus medizinischen Gründen oder als reine Tuningmaßnahme - beschnittener Schwanz bietet in Punkto Hygiene klare Vorteile: Er ist sozusagen selbstreinigend. Allerdings hält sich auch der Aufwand bei einem unbeschnittenen Schwanz in Grenzen. Wer täglich duscht und dabei die Eichel bei zurückgezogener Vorhaut mit viel Wasser und wenig (!) Seife oder Waschlotion reinigt, muss auch nicht müffelnd durch die Gegend stiefeln. Bekanntlich bevorzugen viele schwule Männer sogar einen dezenten Eigengeruch der "Private Parts" im Vergleich zu einem parfümierten Odeur. Mit der Reinigung an dieser Stelle kann man es nämlich auch übertreiben. Auf zuviel Geschrubbe und massiven Einsatz von Duschgels oder parfümierten Pflegemitteln, reagieren Vorhaut und Eichel empfindlich. Bei der sogenannten Reinigungsbalanitis handelt es sich um eine allergische Entzündung dieser Region, die eindeutig auf ein zuviel des Guten zurückzuführen ist.
Cut-Liebhaber rühmen nicht nur die schnittig-sportive Genitaloptik, sondern schwärmen auch von bisher ungeahnten Höhenflügen beim Sex.
Medizinisch ist dies jedoch nicht zu belegen. Denn mit der Vorhaut gehen eine Vielzahl von Nervenbahnen und -enden verlustig.

Besonders das vordere Drittel ist mit vielen sensiblen Rezeptoren (den sog. Meissnerschen Tastkörpern) bestückt. Überdies liegt nach dem Beschnitt die empfindliche Eichel frei, so dass die vormals glatte, nur 2-3 Zellschichten dünne Haut austrocknet und verhornt. Verstärkt wird dieser Prozess der Keratinisierung, der die Haut auf 4-16 Zellschichten anwachsen lässt, z.B. durch scheuernde Unterwäsche. In der Summe führen all diese Veränderungen erst mal zu einer Verringerung der Empfindlichkeit der Eichel.

Allerdings muss auch gesagt werden, dass die meisten Veränderungen im Intimbereich erst einmal als sexuell stimulierend erlebt werden.


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